Klassenfahrtbetreuung
Vater eines Viertklässlers als Betreuer auf einer Klassenfahrt
Zeit & Ort des Geschehens: 23.- 27. Oktober 2000 in Nettersheim in der Eifel
Für Papa „Betreuer“ fing die Klassenfahrt schon am 25. August 2000 um 14.30 Uhr an. Mit Lehrerin Frau Jendrischewski ging es bei strahlendem Wetter in die Eifel. Stark beeindruckt vom Naturschutzzentrum/-erlebnisdorf Nettersheim, dem breiten Bildungsangebot für Kinder sowie den Unterbringungsmöglichkeiten des Zentrums ging es am Abend wieder zurück ins Bergische.
Montag morgen am 23. Oktober ging es dann endlich los. Bekanntheitsgrad von Papa „Betreuer“… „Wer ist denn das? Oh, Konstantin… dann muss das wohl sein Papa sein, der die ganze Woche mit uns nach Nettersheim kommt. Macht der nun einen netten oder strengen Eindruck? Er lacht… immerhin schon ein erstes gutes Zeichen…“
Im Bus hieß es für mich erst mal Namen lernen: Sascha, David… Sascha, David, Kerstin… Sascha, David, Kerstin, Pattrick… immer ein Name mehr. Nach der Pause auf dem Autobahnparkplatz setzten sich die Kinder auf andere Plätze. Oh je, das fotografische Gedächtnis brach zusammen, da es sich nur Namen in Verbindung mit dem Sitzplatz merken konnte. Am schwersten fielen die Namen Channa und Kanvar, aber auch die saßen am Ende der Woche!
Nach Ankunft und Übernahme des 1. Stockwerkes erwanderten wir uns nachmittags gleich den „Erlebnispfad“. Und so ging es die ganze Woche von einem Highlight zum anderen. Toll, was die Programme so boten, wie alles kindgerecht rübergebracht wurde und man selbst als Erwachsener sich in seine Kindheit zurückversetzt fühlte, wie man auch das längst vergessene Denon-Zeitalter und die dazugehörigen Fossilien neu erlernte und viel Spaß hatte. Neben dem Programm des Zentrums gab es natürlich noch genug andere Aktivitäten. Frau Jendrischewski hatte eine Menge vorbereitet, um in gemütlicher Runde herrliche Abende zu verbringen. Ob Disco, Spielabend, Gedicht lernen, aufsagen und auch selbst welche schreiben, Liederabend oder der Auswertung und Prämierung der Nettersheim-Stadtrallye, alle incl. „Herr Buufooong“ waren mit Begeisterung dabei. Auch die Erfindung eines Namens für jede Zimmermannschaft sowie dessen zeichnerische Darstellung fand Anklang bei der „Meute“! Dagegen waren die Zimmeraufräumpunkte nicht bei allen Kindern so beliebt. Mit Begeisterung wiederum sang man das „Guten Morgen“ Lied in - ich weiß nicht - waren es 10 Sprachen und während der Mahlzeiten motivierte man sich gegenseitig im Wettstreit mit den anderen Gruppen im Hause um die Ehre: „Wer ist die leiseste Gruppe im Speisesaal?“
Am 27. Oktober 2000 ging eine tolle Woche zu Ende. Ich hatte es mir stressiger vorgestellt, aber dank Frau Jendrischewski und einer sehr lieben Schülerschaft war es zu einer schönen Unterbrechung des normalen Arbeitsalltages geworden.
Zur Nachahmung – auch für Väter – empfohlen!




