Keine andere Herausforderung unserer Gegenwart hat das Bewusstsein unserer Gesellschaft in so kurzer Zeit so nachhaltig verändert wie die Erkenntnis der lebensbedrohenden Gefahren für unsere Umwelt.
(Richard Freiherr von Weizsäcker)
Die Umwelterziehung im Sinne eines verantwortlichen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen genießt einen hohen Stellenwert im pädagogischen Konzept der Schwanenschule.
Es ist die feste Überzeugung aller Erziehenden an unserer Schule, dass Kinder früh an die Zusammenhänge in der Natur herangeführt und mit den Grundsätzen der Ökologie vertraut gemacht werden sollen.
Die Schwanenschule liegt am Rande eines sehr idyllischen Teils des Bergischen Landes, dem Eifgental. Viele Familien aus dem Einzugsbereich der Schule schätzen dieses Naherholungsgebiet. Auch rund um die Schule gibt es viel Grün.
Dies zu schützen, zu pflegen und zu erhalten, ist den Kindern selbst ein Anliegen und damit eine gute Basis der Umwelterziehung.
Auf zwei Grundpfeilern basiert das Umweltkonzept der Schwanenschule:
1. Die Kinder erfahren ihr natürliches Lebensumfeld als liebenswert, schön und schützenswert
2. Die Kinder nehmen Einsicht in Aspekte des Umweltschutzes und eines verantwortlichen Umganges mit Energie und anderen Rohstoffen. Sie finden für sich selbst Wege, mit sich selbst und ihrer Umwelt sorgsam und sensibel umzugehen gemäß dem Motto: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“.
Eine Konkretisierung erfährt die Umwelterziehung neben der Erarbeitung im Unterricht durch folgende Aktivitäten:
Die Klassen der Eingangsstufe besuchen regelmäßig die Waldschule in Solingen- Glüder. Dort beschäftigen sie sich mit Themen wie „Lebensraum Teich“ oder „Lebensraum Wald“.
In einer Kooperation mit der Ökologischen Station „Gut Ophoven“ erhalten alle Schulanfänger eine Brotdose und eine Trinkflasche. So soll das Bewusstsein für ein tägliches gesundes Frühstück geweckt werden und zugleich das Müllaufkommen durch Brottüten, Trinkpäckchen usw. reduziert werden.
In allen Klassen wird der Abfall konsequent getrennt.
Die „Pfiffigen Mülldetektive“ (Schülerinitiative) wachen mit erhöhter Aufmerksamkeit über das korrekte Trennen und mahnen übermäßigen Abfall an
Im Kinderparlament wird regelmäßig über Sauberkeit, Ordnung und Möglichkeiten des Energiesparens sowie der Abfallvermeidung gesprochen
6. Auf die Sauberkeit des Schulhofes und des angrenzenden Geländes (Sportplatz, Turnhalle) wird großer Wert gelegt
7. Bei einer Aktionswoche im September 2009 unter dem Motto „Schönen Gruß – wir gehen zu Fuß“ sollte versucht werden, dass möglichst viele Kinder zu Fuß zur Schule kommen, anstatt mit dem Auto. Gerade der Umweltaspekt (weniger Abgase) wird hierbei stark thematisiert. Für den Herbst 2010 lobt die Umweltbeauftragte der Stadt Wermelskirchen bzw. der Umweltausschuss den Klimaschutzpreis der Stadt Wermelskirchen aus. Die Schwanenschule nimmt dies erneut zum Anlass, sich mit einer Einsendung zu beteiligen. Im Sinne der Nachhaltigkeit soll es inhaltlich noch einmal um das Zu-Fuß-Gehen gehen.
8. Die Schwanenschule beteiligte sich in den Jahren 2005 und 2007 mit Einsendungen am Energiesparpreis der Stadt Wermelskirchen und errang einmal den zweiten Platz (2005) und einmal den ersten Platz (2007).
Die dritten Klassen nehmen an den Kinder-Garten-Tagen der Baumschule Bosmann (Wermelskirchen, Ortsteil Tente) teil.
Die Schwanenschule wirkt seit dem Frühjahr 2009 an dem Projekt „Schule der Zukunft NRW – Lokale Agenda 21“ mit. Dieses Projekt zielt ab auf die Nachhaltigkeit der Umwelterziehung und läuft über einen Zeitraum von zwei Jahren.




