„Viele kleine Leute
an vielen kleinen Orten
die viele kleine Dinge tun,
können das Gesicht der Welt verändern“
(aus einem Kinderlied)
Aufgabe der Schule
Um zuversichtlich heranzuwachsen, brauchen Kinder ein stimmiges Weltbild mit Werten und Normen, die ihnen die Erwachsenen in ihrem sozialen Umfeld nicht nur mitzuteilen versuchen, sondern auch glaubwürdig vorleben. Sie sollen erfahren, dass es gut und wertvoll ist, in unserer Welt zu leben und sie positiv mit zu gestalten.
Eine wichtige Rolle zur Wertevermittlung spielen deshalb die Eltern und Familien unserer Schulkinder. Sie darin zu stärken verstehen wir als sekundäre Aufgabe unserer Schule.
Die primäre Aufgabe der Schule aber ist es, den Schülerinnen und Schülern in der Zeit, die sie dort verbringen, verlässliche Werte zu vermitteln.
Es ist für uns in der Schwanenschule außerordentlich bedeutsam, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder positiv entwickeln können, in der sie frei von Ängsten leben dürfen und gute Erfahrungen machen können.
Viele Grundkompetenzen zum sozialen Verhalten finden sich in den Kriterien zum Arbeits- und Sozialverhalten treffend ausformuliert (siehe Anhang) und werden so von uns umgesetzt. Darüber hinaus haben wir eigene Formen gefunden, Wertevermittlung zu realisieren und mit den Kindern tugendhaftes Verhalten einzuüben.
„Bitte sehr und danke schön“
So fand im Frühjahr 2010 in unserer Schule erstmals eine Themenwoche zur Höflichkeit statt. Darin ging es auf vielfältige Weise (schwerpunktmäßig immer an einem Tag) um diese Themen:
Bitte sehr und danke schön
Gastfreundschaft und gutes Benehmen bei Tisch
Zivilcourage
Gesprächskultur
Gegenseitige Achtung und Anerkennung
Neben den Angeboten für die Schülerinnen und Schüler fand in dieser Themenwoche auch ein Elternseminar zum Thema „Werte und Tugenden in der Familie leben“ statt.
Im Sinne der Nachhaltigkeit soll die Themenwoche zur Höflichkeit in unregelmäßigen Abständen wiederholt werden. Über die goldene Regel („Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu“) wird regelmäßig in den Klassen gesprochen. Entsprechende Plakate sind ständig präsent.
Im Unterricht
Im alltäglichen Unterrichtsgeschehen an der Schwanenschule findet Werteerziehung „by the way“ statt. Lehren und Lernen richtet sich an der Conditio humana aus, also an dem, was die Welt menschlich und lebenswert macht.
Konkret findet es hier seine Umsetzung:
· Demokratieverständnis – Klassensprecher, Kinderparlament
· Akzeptanz des anderen - Integration von Kindern ausländischer Herkunft im Alltag und bei gemeinsamen Festen und Projektwochen, aber auch die Akzeptanz des anders denkenden Mitschülers ganz unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Status und Persönlichkeit
· gutes Miteinander und eine grundsätzlich wohlwollende Atmosphäre– verbindliche Klassen- und Schulregeln, Letztere sind u.a. in unserem eigenen Hausaufgabenheft auf der Einbandinnenseite abgedruckt und damit stets präsent.
· Integration von Kindern mit Handicap
· Achtung vor der Würde des Anderen, auch Achtung vor der Würde des Alters – Begegnungen mit Menschen, die in Senioreneinrichtungen in unserer Stadt leben
· Individuelles Lernen - Achten auf persönliche Stärken und Schwächen
· Verantwortung tragen – Kinder übernehmen verschiedene Dienste in der Klasse und auf dem Schulhof -impulsives Verhalten kontrollieren
· Gehorsam im Sinne eines gegenseitigen Achtens (kein blinder Gehorsam)
· Erziehung zur Wahrhaftigkeit
· materielle Werte schützen und trotzdem die relative Unwichtigkeit von Materialismus erkennen
· höfliches Benehmen – in Rollenspielen werden Kinder auf Erledigungsgänge vorbereitet und führen diese auch durch
· Fürsorge und Zuneigung erfahren – in der Eingangsstufe wird dies besonders deutlich
· sich mit seinen Sorgen ernst genommen fühlen und auf Hilfe hoffen und sie auch erfahren
· die Gefühle anderer ernst nehmen
· keine Gerüchte verbreiten
· sich auf Gerechtigkeit verlassen können
· eigene Interessen zugunsten der Gruppe zurückstellen können
· anderen Menschen mit Respekt und Höflichkeit begegnen
· eine Sprache benutzen, die andere nicht diskriminiert
· Achtung vor der Schöpfung (Umsetzung im Sachunterricht und im Religionsunterricht, Pflege der Schulhof-Anlagen)




